Tipps und Tricks zur Espressozubereitung


1)  Einleitende Worte

2)  Welcher Mahlgrad empfiehlt sich für Espresso?

3)  Welches Kaffeepulver eignet sich am besten für Espresso?

4)  Wie sollte das Kaffeepulver im Siebträger "angerichtet" werden?

5)  Wie sollte die fertige Espresso-Crema aussehen?

6)  Wie lange sollte die Extraktionszeit dauern?

7)  Welche Wassermenge sollte vorhanden sein?

8)  Welche Rolle spielt die Wasserqualität?

9)  Wie hoch sollte die Wassertemperatur sein?

10)  Wie hoch sollte der Wasserdruck sein?

11)  Was ist beim Milchaufschäumen zu beachten?

12)  Wie wird ein Espresso serviert?




1)  Einleitende Worte

Wenn Sie eine Espressomaschine neu erworben haben, z.B. die GRAEF ES 90, wirft die erste Anwendung, trotz studieren der Bedienungsanleitung, meist viele Fragen auf.

Im folgenden wollen wir Ihnen Tipps und Tricks aufzeigen, wie Sie sich innerhalb kürzester Zeit das Können für die Zubereitung Ihres persönlichen Espressos aneignen.



2)  Welcher Mahlgrad empfiehlt sich für Espresso?

Für Neueinsteiger ist es wichtig zu wissen, wie sich die Mahleinstellung auf den Endgeschmack des Espressos auswirkt. (Siehe auch Kaffee- ABC -> Mahlen, Mahlgrad, Mahlgradeinstellung)

Von der Mahleinstellung ist die Oberflächengröße der einzelnen Pulverkörner abhängig. Je größer die Oberfläche ist, desto mehr Stoffe kann das Brühwasser aus dem Kaffeepulver lösen.

Für einen Espresso empfiehlt sich eine feine und gleichmäßige Mahlung, dabei müssen sie beachten, dass die Mahlung nicht zu fein ist, da sonst kein Wasser durch das Kaffeemehl läuft.

Wenn die Bohnen zu grob gemahlen sind, läuft das Wasser zu schnell durch das Kaffeepulver. In beiden Situationen können sich dann die Aromen nicht richtig entfalten und Sie können den vollen Espressogenuss nicht erleben.

Es kommt vor, dass der Mahlgrad nach einiger Zeit berichtigt werden muss, da die Konsistenz, der Feuchtigkeitsgehalt und die Frische der Bohne sehr vom Wetter abhängig ist.

Dies lässt sich durch Ausprobieren und anhand der Espressomenge schnell korrigieren, wenn z.B. zu viel oder zu wenig Espresso in der Tasse ist.M

Aus den oben genannten Gründen ist eine qualitativ hochwertige Kaffeemühle sehr sinnvoll.

Achten Sie darauf, dass die Mühle nicht aus vielen rotierenden Schneidemessern besteht. Diese schneiden die Bohnen in ungleiche Stücke. Dadurch entsteht ein uneinheitlicher Mahlgrad, also auch ein ungenügender Kaffeegenuss.

Die Kaffeebohne sollte nach Möglichkeit gebrochen werden. Dies gelingt am besten mit einem Kegelmahlwerk, wie es die GRAEF Kaffeemühlen CM80, und CM81 und CM90 besitzen.

Das Kaffeepulver darf beim Mahlen nicht zu warm werden, da sonst schon während des Mahlvorganges alle Aromen verfliegen.


 

 

3)  Welches Kaffeepulver eignet sich am besten für Espresso ?

Wir empfehlen das Kaffeepulver mit einer Kaffeemühle frisch zu mahlen, z.B. mit der den GRAEF Kaffeemühlen.

Das Aroma einer Kaffeebohne lässt sich am besten erhalten, wenn die Bohne erst kurz vor der Zubereitung des Espressos gemahlen wird.

Jede Kaffeebohnenart enthält einen charakteristischen Geschmack. Durch die kurzfristige Mahlung vor der Zubereitung, kann die Espressomaschine das volle Geschmacksvolumen der Bohne entfalten.

Darin liegt der Unterschied zu dem verpackten Espressopulver, das meist in Verbindung mit ClassicEspressokannen gebraucht wird. Dieses Kaffeemehl hat viele seiner Aromen verloren.

Wir empfehlen die Kaffee-Spezialitäten von MACAFE, z.B. die Sorte CLASSIC. Sie beinhaltet ausgewählte geröstete Kaffeebohnen und eignet sich hervorragend für die Espressozubereitung. Die Kaffeebohnen besitzen eine gute Struktur, vollmundige Aromen und eine ausgezeichnete Crema.

Kaffeebohnen für den Espresso werden dunkler geröstet als die für den normalen Kaffee. Ansonsten würden sich sich beim hohem Brühdruck die Säuren zu schnell lösen. Je länger die Röstung dauert, desto mehr sinkt der Säuregehalt und die Bohne bekommt mehr Körper.

 


4)  Wie sollte das Kaffeemehl im Siebträger "angerichtet" werden?

Die Dosierung des Kaffeemehls in den Siebträger ist geschmacksabhängig, aber als anfänglicher Richtwert kann der Siebträger ganz mit Kaffeepulver befüllt und dann angedrückt werden.

Wichtig für den Geschmack ist, dass das Kaffeemehl mit Kraft in den Siebträger gedrückt wird, so dass eine glatte Oberfläche entsteht. E

Zum Andrücken des Kaffeemehls benutzen Sie am besten den beigelegten Stampfer/Tamper. Damit lässt sich am einfachsten eine gerade Oberfläche mit drehenden Bewegungen erzeugen (Siehe Kaffee ABC->Tampen).

Das Kaffeemehl muss so fest angedrückt werden, dass, wenn der Siebträger umgedreht wird, kein Pulver herausfällt. Die glatte Oberfläche ist von Vorteil, da nur so das Wasser gleichmäßig, mit dem entsprechenden Druck durch das Kaffeepulver laufen kann.



 


5)  Wie sollte die fertige Espresso-Crema aussehen?

Das Resultat ist eine dunkel- bis goldbraune, dichte Crema, die für die Bildung des Espressoaromas maßgebend ist. Diese besteht aus Ölen, Proteinen, Zuckerarten und Kohlenstoffdioxid. Je nach Röstungs- und Zubereitungsart der Kaffeebohne kann die Qualität der Crema bestimmt werden. Die Optik der Crema hängt ebenfalls von diesen Faktoren, dem Alter der Bohnen und der Hygienesituation ab.

Um herauszufinden, ob Sie die richtige Konsistenz bei der Crema Eerreicht haben, können Sie einen "Zuckertest" durchführen. Wenn Zucker langsam in den Espresso sinkt und nicht direkt untergeht, hat die Crema die richtige Konsistenz. Sollte dies nicht der Fall sein, kann dies an mehreren Faktoren liegen.

(Siehe: Kaffee- ABC -> Crema)

Möchten Sie einen stärkeren Espresso genießen, sollten Sie die Dosierung im Siebträger stärker konzentrieren. Dieser Espresso wird jedoch im Geschmack bitterer sein.

Wenn Sie eher einen leichteren Espresso bevorzugen, sollten Sie weniger Kaffeemehl verwenden und dieses nicht zu stark in den Siebträger drücken.


 

6)  Wie lange sollte die Extraktionszeit dauern?

Ein Espresso sollte  mit einer Füllmenge von ca. 7-9g und innerhalb von 25-30 Sekunden fertig zubereitet sein. Wenn dies nicht der Fall ist, sollte der Mahlgrad korrigiert werden.

Je nach Durchlaufzeit des Wassers kann eine sog. Unter- oder Überextraktion entstehen. Bei Überextraktion lösen sich zu viele Aromastoffe aus dem Kaffeemehl. Dies führt zu einer sehr dunklen bis schwarzen Crema. Darüber hinaus hat der Espresso einen sehr bitteren und verbrannten Geschmack. Bei Unterextraktion lösen sich zu wenig Aromen und der Espresso schmeckt dadurch sehr dünn und besitzt eine sehr helle bis gar keine Crema.


 

7)  Welche Wassermenge sollte vorhanden sein?

Für einen Espresso mit ca. 7-9 g Kaffeemehl, sollten ca. 25ml Wasser verwendet werden. Wird zuviel Wasser verwendet steigt die Bitterkeit. Wird der Espresso mit einer zu geringen Menge Wasser zubereitet, steigt der Säuregehalt des Espressos.

 


8) Welche Rolle spielt die Wasserqualität?

Die Wasserqualität ist sehr wichtig, da Kaffee zum größten Teil aus Wasser besteht. Es sollte kein Mineralwasser verwendet werden, da so die feinen Säuren neutralisiert werden. Damit die Wasserqualität in der Maschine nicht leidet, sollte die Maschine regelmäßig gereinigt und entkalkt werden.

 


9)  Wie hoch sollte die Wassertemperatur sein?

Die richtige Temperatur ist sehr wichtig, damit das Wasser in der kurzen Zeit alle Aromastoffe aus dem Pulver gewinnen kann. Ist die Temperatur zu hoch gewählt, wird der Espresso zu bitter, da sich zu viele Bitterstoffe lösen. Wird die Temperatur zu niedrig gewählt, werden zu wenig Aromen freigesetzt. Eine allgemeine Richttemperatur liegt bei ca. 88-90 °C für pure (100%) Arabica-Bohnen. Für eine Robusta-Mischung sollte hingegen eine Temperatur von ca. 95 °C eingestellt werden.

 

 


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10)  Wie hoch sollte der Wasserdruck sein?

Der Wasserdruck sollte bei ca. 9bar liegen, damit eine optimale Extraktion erreicht wird.(Folgen: siehe Kaffee- ABC ->Extraktionszeit)


 


 

 

 

11)  Was ist beim Milchaufschäumen zu beachten?

Milchschaum entsteht durch das Vermischen von Milchproteinen mit Luft. Ein feinporiger Milchschaum lässt sich am besten mit fettarmer Milch erstellen.

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Diese hat einen niedrigen Fettgehalt und beinhaltet dadurch verhältnismäßig mehr Proteine.

Sie sollten darauf achten, dass Sie die Milchschaumdüse ihrer Espressomaschine regelmäßig reinigen, da Rückstände den Geschmack und die Bildung von Milchschaum beeinflussen.

Zur Herstellung des Milchschaums sollten leicht schwenkende Bewegungen mit der Düse kurz unter der Milchoberfläche ausgeführt werden. Alternativ verwenden Sie die GRAEF Milchaufschäumer, mit denen Sie einfach und schnell kalten oder warmen Milchschaum zubereiten.


 

 


12)  Wie wird ein Espresso serviert?

Die Tassen in denen der Espresso serviert wird, sollten estets vorgewärmt sein, z.B. auf der Warmhalteplatte Ihrer Espressomaschine. Dies ist wichtig, damit der Espresso heiß bleibt und die Crema sich nicht zu schnell auflöst. Zudem sollten die Tassen ein Füllvolumen von ca. 25 bis 30 ml haben. Dazu werden ein warmer Löffel und Kristallzucker gereicht. Würfelzucker eignet sich nicht, da dieser sich nicht gut im Espresso auflöst.

Falls der Espresso einen leicht bitteren Geschmack hat, kann dieser durch etwas Zitrone neutralisiert werden.

 


Weitere Informationen rund um das Thema Kaffee finden Sie im "KAFFEE- ABC " !

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